DB 236 102-0 – LED-Umbau

Dieses Modell der DB 236 102-0 stand nun schon ein paar Jahre in meinem Regal und wartete auf einen Umbau der Beleuchtung. Vom Vorbesitzer war ein Esu LokPilot V4 Decoder eingebaut worden und an die Stelle der zentralen Glühbirne hatte er eine kaltweiße LED verbaut. Das Gehäuse wurde leicht gealtert.

DB 236 102-0

Schon lange wollte ich die Beleuchtung auf Lichtwechsel mit roten Schlusslichtern umbauen und hatte eigentlich vorgesehen, dies über kleine Lochrasterplatinen zu realisieren, auf denen ich SMD-LEDs verlöte.

Nun bin ich doch einen anderen Weg gegangen und habe bedrahtete Duo-SMD-LEDs direkt hinter die Scheinwerfer-Öffnung geklebt. Den original-Lichtleiter habe ich entfernt und nur kleine Lichtleiterstummel in die Scheinwerfer gesetzt. Die Drähte der SMD-LEDs lassen sich recht gut in den Ecken des Gehäuses verlegen. Auf einer kleinen Lochrasterplatine, die ich in das Gehäuse geklebt habe, sind ein 5 kOhm (war-weiß) und ein 10 kOhm (rot) Widerstand verlötet.

hintere Verdrahtung der SMD-LEDs

Die auf dem Foto sichtbaren schwarzen Klebestreifen dienten in erster Linie dazu, die LED in Position zu halten, bis der UHU Plast Special Kleber vollständig abgebunden hat. Dieser Kleber hat den Vorteil, dass er glas-klar abbindet, während Sekundenkleber weiß ausblüht. Der Nachteil ist die lange Abbindedauer von über 5 Minuten. Die Klebestreifen können aber verbleiben, da sie nicht dick auftragen, die LED schützen und Lichteinfall nach innen verhindern.

Die Widerstandsplatine hat auch noch einen Klebestreifen bekommen, damit kein versehentlicher Kurzschluss zum Fahrgestell bzw. Motor entstehen kann.

Lochrasterplatine

Die Lochrasterplatine habe ich mit wie schon geschrieben zwei Widerständen bestückt. Es sind SMD-Widerstände der Bauform 1206. Mit 3,2 mm Länge überbrücken sie gerade ein Loch. Daher entferne ich auf der Platine genau einen Lötpunkt, damit beim Löten nicht versehentlicht Lötzinn unter den Widerstand fließt und über den überdeckten Lötpunkt ein Kurzschluss ausgelöst wird:

Lochrasterplatine

Und so sieht das dann mit verlöteten Widerständen und Anschlussdrähten aus:

Widerstandsplatine

Die hier verwendeten bedrahteten SMD-LEDs haben eine etwas ungewohnte Bedrahtung aus einem Drahtgeflecht und einem Glasfaserkern. Der Draht lässt sich gut biegen, das Löten ist aber eher schwierig.

Ergebnis

Und hier nun die Ansicht auf Vorder- und Rückseite:

Vorderseite – Spitzenlicht
Vorderseite – Rücklicht
Rückseite – Spitzenlicht
RückseiteRücklicht

Funktionsmapping

Das Funktionsmapping gestaltet sich recht einfach, da nur ein Esu LokPilot V4 verbaut ist. Ich habe mein bevorzugtes Mapping eingestellt:

  • F0: LV/AUX1 – Spitzen-/Schlusslicht vorne mit Fahrtrichtung wechselnd
  • F1: LR/AUX2 – Spitzen-/Schlusslicht hinten mit Fahrtrichtung wechselnd
  • F3: Rangiergang
  • F4: ABV aus

Die Belegung vom Spitzen-/Schlusslicht ist sehr praktisch, wenn man die Lok im Wendezugbetrieb einsetzt oder auch bei Rangierfahrten etc. Da kann man dann einfach das Licht auf nur der Lokseite aktivieren, die vom Zug wegzeigt und das Licht wechselt automatisch zwischen rot und weiß. Die dem Zug zugewandte Seite bleibt dunkel.

Wer mag kann natürlich noch dem Rangiergang das Rangierlicht (beidseitig weiß) zuordnen.

Please follow and like us:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.