RailControl – eine Modellbahn-Steuerungs-Software

Eine neue Modellbahnsteuerung ist auf den Markt gekommen, und es handelt sich auch noch um ein OpenSource-Projekt. Unterstützt wird Windows und Ubuntu, weitere Linux-Distributionen sind, da OpenSource, möglich. Auf den Steuergeräten ist lediglich ein WEB-Browser erforderlich.

Also Grund genug, sich das ganze anzusehen: https://www.railcontrol.org/index.php/de/

Benutzeroberfläche im WEB-Browser

Die Installation ist sehr einfach, man entpackt lediglich die ZIP-Datei in ein beliebiges Verzeichnis und startet die railcontrol.exe. Ex öffnet sich ein Kommandozeilenfenster mit ein paar Statusinformationen:

Kommandozeile der railcontrol.exe

Nun kann man auf dem Rechner im Webbrowser http://localhost eingeben und bekommt die Bedienoberfläche angezeigt:

Im Folgenden die ersten vier Icons, die nun von Bedeutung sind in der Reihenfolge der Benutzung:

IconFunktion
In den generellen Einstellungen kann man vor allem als erstes die Sprache der Oberfläche einstellen. Hier hat man Englisch, Deutsch und Spanisch zur Auswahl.
Als nächstes sollte man zur Konfiguration der Steuerung wechseln. Hier stellt man die verwendete Zentrale ein, in meinem Fall die Märklin CS2.
Hat man die eigene Zentrale eingestellt, kann man mit dem Power-Icon schon testen, ob sich die Gleisspannung ein- und ausschalten lässt. Ist dies erfolgreich, kann man zur Konfiguration der Lokomotiven wechseln.
Leider werden die in der Zentrale gespeicherten Lokomotiven nicht automatisch eingelesen. Man muss also jede Lok manuell neu anlegen:

Hier stehen einem die Protokolle DCC, MM2 und mfx zur Verfügung. Außerdem legt man die Anzahl der Funktionen fest.

Mit diesen Grundeinstellungen lässt sich nun die erste Lok steuern!

Die Loksteuerung

Die Loksteuerung

Der Slider unter dem Loknamen steuert die Geschwindigkeit. Die neue Geschwindigkeit wird aber erst übernommen, wenn man den Slider in der neuen Position loslässt. Das ist etwas gewöhnungsbedürftig, ist man es doch sonst gewohnt, dass die Lok direkt auf eine Änderung des Geschwindigkeitreglers reagiert.

Darunter befinden sich die fünf Icons, die mit “0” – “IV” beschriftet sind. Dies sind Direktwahltasten für Fahrstufe 0 (FS0) und vier weitere, individuell pro Lok definierbare Fahrstufen für Kriechgeschwindigkeit, reduzierte Geschwindigkeit, Reisegeschwindigkeit und Höchstgeschwindigkeit. Eine nette Idee, noch besser fände ich es, wenn man jeder Lok individuell eine freie Anzahl von “Fahrstufen” zuweisen könnte.

In der nächsten Zeile folgt als erstes ein Icon, mit dem man die Lokeinstellungen aufrufen kann, daneben die Fahrtrichtungsumschaltung und dann entsprechend die Funktionstasten F0 – Fx, je nach Möglichkeit des Decoders.

Auch hier würde ich persönlich eine etwas ergonomischere Anordnung der Tasten wünschen. Der Aufruf der Lokeinstellungen sollte von den anderen Funktionstasten klar getrennt positioniert sein. Unter dem Slider würde ich mir einen breiten Fahrtrichtungsumschalter wünschen. Unter den 5 Fahrstufenschaltern sollten dann die Funktionen folgen, beginnend linksbündig mit F0.

Eine Idee, wie das evtl. etwas besser angeordnet sein könnte, soll das folgende Bild darstellen:

Links der Ist-Zustand, rechts mein Vorschlag

Die Fahrtrichtungsumschaltung ist aus dem Funktionsblock herausgelöst und links und rechts vom Loknamen platziert. Dazwischen ist der Lokname, der ebenfalls als Button realisiert ist. Mit diesem Button kommt man in die Lok-Konfiguration (vorher der erste Button in der 2. Zeile mit der Hand und Bleistift.

Die Funktionstasten F0 – Fxy fangen nun immer in der 2. Zeile mit F0 an erster Stelle an.

Netzwerk

Über das Netzwerk komme ich nicht auf die Software, evtl. ein Firewall-Problem, überprüfe ich gleich noch.

Zentralen

Ein netter Nebeneffekt, wenn man mehrere Zentralen einrichtet, ist, dass sich diese synchron steuern. lassen. In meinem Fall sieht das so aus, dass ich eine CS2 und eine SRSEII-Gleisbox im Netzwerk habe. Wenn ich nun über RailControl steuere, werden alle Befehle an beide Zentralen gesendet, CS2 und SRSEII-Gleisbox setzen die Befehle synchron um!

Was dabei allerdings wiederum auch auffällt: RailControl arbeitet bisher unidirektional! D.h. Befehle werden an die angeschlossenen Zentralen gegeben, aber Befehle, die an den Zentralen oder z.B. über RemoteCS2 oder eine angeschlossenen MS2 eingegeben werden, werden nicht von RocRail ausgewertet. Das sollte auf jeden Fall noch verbessert werden.

Fortsetzung folgt …

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