Brawa KLv 60.9001 Fahrleitungsmesswagen – Sound – LED Licht

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In diesem Beitrag zeige ich den Umbau eines Brawa KLv 60.9001 Fahrleitungs-Messwagen. Im Einzelnen umfasst der Umbau:

  • Sounddecoder und Lautsprecher
  • Spitzenlicht und Schlusslicht mit LED
  • Oberes Spitzenlicht mit Weinert Messingguss-Scheinwerfer

Der gebraucht erstandene Brawa KLv 60.9001 war schon mit einem Märklin Digitaldecoder ausgestattet. Aber das rote Schlusslicht war nicht getrennt schaltbar und die Fahreigenschaften nur ausreichend. Also plante ich den Umbau auf einen Sounddecoder. Eigentlich hatte ich einen kleinen Sounddecoder im Auge, z.B. den D&H SD10A. Aber da ich gerade noch einen mSD mit Diesel-Standardsound rumliegen hatte und feststellte, dass der ohne Probleme in den kleinen KLv reinpasst, habe ich ihn kurzerhand eingebaut.

Nach dem Ausbau des Decoders sieht der kleine so aus:

Die Masseverbindung von der Platine muss man auch ablöten, so dass die Platine mit keinem Kabel mehr verbunden ist. Nur die Lämpchen verbleiben, sofern man nicht gleich noch die Beleuchtung auf LEDs umbaut.

Dann habe ich die Leiterbahnen an zwei Stellen aufgetrennt, ich habe das im nachfolgenden Bild rot eingekreist.

Die roten Punkte sind dann die Anschlüsse für AUX1/AUX2 für das rote Schlusslicht, an die beiden gelben Lötkontakte kommen jeweils LV/LR des Decoders für das Spitzenlicht.

Für die erste Probefahrt habe ich dann erst mal den kleinen Lautsprecher oben auf den Decoder geklebt. Der Decoder selbst ist mit Montageklebeband oben auf den Motor und die Anschlussstifte geklebt:

Nach erfolgreicher Probefahrt hat der Lautsprecher dann seinen Platz unterm Dach gefunden:

Und so fährt und klingt der kleine Bahndienstwagen:

Die Fahreigenschaften sind mit dem mSD Decoder hervorragend. Der Motor läuft mit dem mSD sehr leise und die Minimalgeschwindigkeit ist extrem niedrig. Lediglich einen kleinen Pufferelko werde ich noch spendieren, um kleine Kontaktunterbrechungen zu puffern.

Was noch zu tun ist:

  • Das Kunststoffgehäuse ist recht lichtdurchlässig. Daher sollte man das Gehäuse von innen im Bereich der Lampen schwarz anmalen oder mit lichtdichter Folie bekleben.
  • Die Beleuchtung kann auf LED-Beleuchtung umgebaut werden. Die LED-Vorwiderstände müssten sich sehr leicht in die Leiterbahnen einfügen lassen.
  • Die roten Schlusslichtlämpchen sitzen in den Ecken der Platine. Daher ist die Ausleuchtung von linkem und rechtem Schlusslicht sehr ungleichmäßig. Mit einem LED-Umbau könnte man das Problem auch gleich beheben.
  • Und wie schon erwähnt wäre es sinnvoll, einen kleinen Pufferelko einzubauen.

Dritter Scheinwerfer:
Nun geht es an das obere Spitzenlicht, welches Brawa leider bei diesem Modell einfach weggelassen hat. Die Scheinwerfergehäuse von Weinert ( Artikelnummer 9011) für das obere Spitzenlicht sind sehr klein, aber genau richtig von Form und Größe für den KLv 60:

Die erste Lampe ist etwas ausgefräst und ein Loch mit 0.6mm-Bohrer ist auch schon gebohrt. Das Material ist relativ zäh, wie Frau Weinert mir schon sagte. Daher habe ich es erst gar nicht mit der Maschine probiert sondern mit der Hand gebohrt.

Hier das Loch von außen:

und von innen:

Der Bohrer hat einen dickeren Schaft mit 2,35mm Durchmesser, so lässt sich der Bohrer mit der Hand gut drehen und auch ausreichend Kraft einbringen:

Der erste Scheinwerfer ist fertig.

Das Gehäuse des Scheinwerfers habe ich anschließend silbergrau mit einem Silberedding lackiert.  Auf den Bildern sieht das Frontglas in der Vergrößerung schlimmer aus, als es wirklich ist. In den ersten Scheinwerfer ist mir etwas zu viel Klebstoff hineingetropft.

Provisorisch eingesteckt, muss noch etwas tiefer und gerade ausgerichtet werden, das Glas ist nochmal neu eingeklebt worden mit Sekundenkleber-Gel:

Und hier die Bilder vom zweiten Scheinwerfer auf der Rückseite:

Die Scheinwerfer sind fertig eingebaut, angeschlossen und Spitzen- und Schlusslicht auf LED umgebaut:

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