Umbau Märklin E 18 06 auf Sound

Bei der im folgenden umgebauten E 18 06 handelt es sich um ein Märklin-Modell #39680 mit einem Kompakt-Sinus-Motor. Dieser Motor benötigt neben einem Decoder eine spezielle Treiberplatine, wie alle Sinus-Motoren.

Die Treiberplatine ist die Hauptplatine in dieser Lok. Sie enthält eine mtc21-Schnittstelle und eben die Treiberelektronik. Ab Werk ist ein Esu LokPilot V3 M4 verbaut.

Unterseite mit mtc21-Schnittstelle und Flexkabelanschluss für den Sinus-Motor

Schön auch zu sehen die drei SI4559DY MOSFET für die Ansteuerung der drei Drehstromphasen des Sinus-Motors.

Oberseite der Treiberplatine mit dem ATMEL MEGA8L Microprozessor, den Lötkontakten für Gleisspannung und das Spitzenlicht und die Umschaltung zwischen Mittelleiter und Dachstromabnehmer.

Lötkontakte für AUX1/2/3/4, Lautsprecher, GND und S.U.S.I. sind leider nicht herausgeführt.

Soundumbau

Um diese Lok also mit Sound auszurüsten, ist es nicht damit getan, den Decoder gegen einen Sounddecoder auszutauschen. Man muss den Lautsprecherausgang des Decoders direkt am Fuß des Adapters abgreifen, also zwei Kabel anlöten:

Den Lautsprecher habe ich in der Nähe des Motordrehgestells platziert und mit Sekundenkleber festgeklebt:

Decoder

Viele Märklin Sinustreiberplatinen benötigen für den Betrieb einen Decoder mit Logikpegel, also unverstärkte Ausgänge, auf AUX3 oder AUX4. Zu meiner Überraschung verlangt diese Treiberplatine aber einen verstärkten AUX4, der in der Decoderkonfiguration auf IMMER, also immer aktiv programmiert sein muss, sonst fährt die Lok nicht!

Im mDecoderTool3 fügt man dazu einfach die Sonderfunktion IMMER der Decoderkonfiguration hinzu und fügt auf der rechten Seite “Aktion zu IMMER” den Ausgang 4 hinzu. Damit ist Ausgang 4 immer aktiv!

Der Motortyp ist auf “Softdrive Sinus” oder “C-Sinus” zu stellen!

Mindestgeschwindigkeit, Anfahr- und Bremsverzögerung etc. können dann nach Belieben eingestellt werden.

Der Einbau des decoders ist nicht weiter schwer, der alte Decoder wird abgezogen und der neue Decoder aufgesteckt. Da der neue mSD/3 Sounddecoder etwas länger ist als der LokPilot V3 M4 kann der Decoder nicht ganz gerade aufgesteckt werden. Auch sollte man darauf achten, dass sich keine elektrisch leitenden Bauteile von Decoder und Platine berühren können. Ggf. sollte man gefährdete Bereiche isolieren.

Zusätzlich ist es möglich, die Treiberplatine und den Decoder mit einer Pufferschaltung zu puffern. Dazu muss man auf der Platine einen Anschluss für Decoder-GND finden. M.M.n. ist Decoder-GND wie folgt an der Platine am einfachsten abzugreifen:

Decoder-Plus ist das orangene Kabel. Die bekannte Elko-Pufferschaltung ist an Decoder-GND und Decoder-Plus anzuschließen.

Fertig ist der Soundumbau!

2 Kommentare

  1. MoinMoin lieber Moritz,

    woher wusstest Du, dass die E18 einen Decoder – trotz Sinus-Motor – einen verstärkten A4-Ausgang benötigt?

    VlG aus dem mega sonnigen Süden,

    Michael

    1. Moin Michael,
      das ist eigentlich ziemlich trivial: Ich habe den Werksdecoder mit der CS2 ausgelesen und mir das Funktionsmapping angeschaut. Da sieht man dann, dass eine Sonderfunktion IMMER mit dem Ausgang AUX4 belegt ist, d.h. AUX4 ist immer eingeschaltet.

      Was man nicht weiß, das ist, ob AUX4 verstärkt oder Logikpegel haben muss. Dazu muss man sich den Decoder anschauen oder try&error. Ich habe letzteres gemacht, der Decide hat es überlebt.

      Gruß
      Moritz

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