Brawa E73 / Bayerische EG 1

Brawa EG 4 x 1/1

Die Baureihe E 73 ist von Brawa in verschiedenen Ausführungen erschienen. Neben der braunen E 73 (Brawa 43053 AC Sound) gab es auch die grün-beige Bayerische EG 1 oder EG 4 × 1/1 20201 (Brawa 43061 AC Sound). Entsprechende Versionen für DC mit und ohne Sound und AC digital sind auch erhältlich gewesen. Die Sound-Versionen sind mit einem Esu LokSound 3 und dem bekannten 100 Ohm Rundlautsprecher ausgestattet. Sounddecoder und Lautsprecher entsprechen nicht mehr dem aktuellen Stand. Meine Bayerische EG 1 habe ich daher mit neuem Sounddecoder und Lautsprecher ausgerüstet.

Wie eingangs beschrieben ist in der Brawa, die übrigens mit einem sehr schönen Metallgussgehäuse daherkommt und entsprechend schwer ist, ein100 Ohm Rundlautsprecher verbaut. Mit zwei Schräubchen ist dieser auf dem Gussrahmen befestigt. Er ist daher sehr leicht auszubauen. Die Anschlussdrähte sind an der Platine festgeklemmt mit den von Brawa bekannten Kunststoffschiebern.

Unterhalb des Lautsprechers findet sich seitlich im Gussrahmen jeweils eine abgerundete, etwa 1 mm tiefe Aussparung. Geradezu ideal, ein Lautsprechergehäuse in diese Vertiefung einzupassen. Nach oben bleiben ca. 10 mm Platz bis zur LED Beleuchtungsplatine für das obere Spitzenlicht und die Stromabnahme vom elektrisch funktionierenden Dachstromabnehmer.

In FreeCAD habe ich daher eine 5 mm hohe Schallkapsel entworfen, auf die man dann den ca. 3,5 mm hohen und 11×15 mm großen Zuckerwürfel-Lautsprecher aufklebt.

1. Entwurf für einen E 73 Lautsprecher

Um besonders die tiefen Töne zu verstärken, habe ich, mehr als Versuch denn auf wissenschaftlicher Berechnung basierend, im Inneren der Schallbox ein kleines Labyrinth entworfen, so dass der Lautsprecher zwar gegen ein großes Luftvolumen arbeiten kann, dieses aber sich durch den engen Kanal zwängt. Außerdem ist es keine Bassreflex-Röhre mit Öffnung sondern das Gehäuse ist geschlossen. Davon verspreche ich mir einen satteren Tiefton.

Schallbox – Schnittdarstellung

Nicht bedacht hatte ich allerdings beim Ausmessen des Bauraums, dass eine LED-Platine über dem Lautsprecher mit einer Schraube befestigt ist. Diese Schraube drückt von oben auf den Lautsprecher, was dann zu einem verzerrten Klang führt. Verschiebt man die Position des Lautsprechers auf der Schallbox um ca. 2 mm, dann passt es. Für den Download werde ich daher eine geänderte STL anbieten, die das Problem mit der Befestigungsschraube beseitigt. In meinem Fall habe ich die Schraube entfernt, die Platine wird vom Lautsprecher ausreichend fest gehalten.

E 73 mit D&H SD21A-4 und neuem Lautsprecher

Von den Problemen mit der kleinen Schraube mal abgesehen, ist der Umbau sehr einfach, auch dank der mtc21-Schnittstelle, die den Austausch des Decoders vereinfacht.

Doch wie klingt nun die Lok nach dem Umbau?

Was soll ich sagen, ich bin begeistert, die tiefen Töne kommen klar und kräftig, schon der Hauptschalter oder auch das Federn des Dachstromabnehmers klingen toll. Der Umbau lohnt sich auf jeden Fall und die Kosten halten sich im Rahmen. Der Decoder kostet ca. 67 €, der Lautsprecher schlägt mit ca. 45 Cent zu Buche und die Schallkapsel kostet an Strom und PLA vielleicht ein paar Cent.

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