Die Ee 3/3 16321 der SBB

Mit dem Neuheitenprospekt 2015 veröffentlichte Märklin eine Doppelpackung mit zwei Elektro-Rangierlokomotiven der Serie Ee 3/3, im Volksmund auch “Halbschuh” genannt. Sie gehörten den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB/CFF/FFS). Die Ausführung enstpricht der Bauart aus der ersten Bauserie 1927/28 mit Endführerhaus und Rangierbühne vorne. Die tannengrüne Ausführung stellt den Betriebszustand Ende der 1940er/Anfang 1950er Jahre dar und trägt die Lok-Betriebsnummer 16314. Die hier von mir vorgestellte oxidrote Ausführung im Betriebszustand Anfang/Mitte 1960er Jahre trägt die Lok-Betriebsnummer 16321.

Ee 3/3 – Märklin 36332-02

Beide Ausführungen sind umfangreich mit einem mfx-Sounddecoder und LED Spitzenlicht mit fast vollständigem Schweizer Lichtwechsel ausgestattet:

Folgende Signalbilder sind auf beiden Fahrzeugseiten darstellbar:
– 3 x weiß
– 2 x weiß
– 1 x weiß
– 1 x rot
Lediglich auf das Warnsignal 3 x rot hat man verzichtet.

Der Decoder ist ein mfx/mm2-Multiprotokoll-Decoder, der leider noch kein DCC spricht. Mit einer CS2/CS3 lassen sich aber dennoch das Mapping und die Lautstärke der einzelnen Geräusche nach belieben einstellen. Ebenso sollte man die märklintypisch niedrig eingestellte ABV und die ebenso märklintypisch hoch eingestellte Minimalgeschwindigkeit anpassen. Dann kann das Modell mit einem leisen und sanften Lauf überzeugen. Die Zugkraft dürfte dank zweier Haftreifen auf der hinteren Achse ausreichen.

Ähnlich wie z.B. auch in der kleinen Dampflok der Baureihe 89.70-75 von Märklin (37143) wird übrigens ein mfx-Lokdecoder verwendet, der auf einer Hauptplatine mit MTC21-Schnittstelle und SUSI-Soundmodul aufgesteckt ist. Ein normaler mSD Sounddecoder würde auch nicht quer in die Lok passen. Über SUSI wird vermutlich auch die Lichtsteuerung realisiert. Immerhin werden auf jeder Lokseite ja jeweils vier LEDs einzeln angesteuert!

Oben mfx-Lokdecoder, darunter Hauptplatine mit SUSI-Soundmodul

Der Sound ist OK, etwas hochtonlastig oder man könnte auch sagen arm an Tiefton. Der Lautsprecher ist wie im Bild oben zu sehen quer unter der Hauptplatine angebracht. Evtl. ließe sich der Ton noch etwas verbessern, indem man einen anderen Lautsprecher verwendet. Ich habe dazu mal eine Stellprobe gemacht, wo man einen LS1511 mit kleiner Resonanzkapsel unterbringen könnte:

Stellprobe für alternativen Lautsprecher

Ob der Klang so tatsächlich besser wird, kann nur ein Test zeigen. Nichts ändern wird der Lautsprecher jedoch am Soundprojekt selbst. Und das lässt einen ein wenig die Stirn runzeln. Denn irgendwie hat man das leichte Gefühl, eine Dampflok zu hören. Das rhytmische Geräusch soll evtl. das Stangenschubbern darstellen, wie wir es z.B. von dem LeoSoundLab Soundprojekt der E75 kennen, hier z.B. bei der Te 2/3 der BLS zu hören:

Te 2/3 mit E75 Sound von LeoSoundLab

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