mDecoderTool3 – mLD/3-Decoder für Sinusmotor programmieren

Heute zeige ich, wie man mit dem mDecoderTool3 einen mLD/3-Decoder für Sinusmotoren programmiert:

Neulich bekam ich eine Märklin-Lok mit SoftDriveSinus-Motor auf den Schreibtisch. Angeblich sollte der Motor oder der spezielle Treiber defekt sein, denn 15 Minuten war die Lok gefahren und plötzlich funktionierte sie nicht mehr.

Also habe ich die Lok erst mal an der CS2 angemeldet. Der Decoder funktionierte, die Soundfunktionen (Soundmodul mit zwei seriellen Geräuschen “Bahnsteigansage” und “Lokpfiff”) und das Licht funktionierten, aber der Motor gab keinen Mucks von sich.

Entsprechend  habe ich ein Decoder-Reset gemacht – und zu meinem Erstaunen meldete sich nun ein mLD/3-Decoder an! Die Lok wurde zwischen 2006 und 2009 gebaut! Müsste also eigentlich einen Esu LokPilot V3M4 besitzen.

Und da kam mir dann der Verdacht, dass der Decoder falsch programmiert ist. Denn der Motortreiber benötigt entweder AUX3 oder AUX4 auf Logikpegel dauerhaft eingeschaltet. Das lässt sich über eine entsprechende DCC-CV oder über die mfx-Programmierung einstellen, geht aber nach jedem Decoder-Reset wieder verloren.

Also muss man eine fds-Datei erstellen, die man dann mit der CS2 auf den Decoder laden kann. Nur dann sind die Einstellungen dauerhaft gesichert, also quasi als neuer Decoder-Default!

Und hier nun, nach der langen Einführung, zeige ich, wie man dieses Decoder-Projekt für einen Sinus-Motor mit mLD/3-Decoder mit dem kostenlosen Märklin-Tool mDecoderTool3 erzeugt.

Man startet das mDecoderTool3 und wählt “Neues Projekt anlegen:

Als Projekt wählt man auf dem Tab “mLD” den Nachrüstdecoder, 3. Generation, das ist der mLD/3:

Auf der Übersichtsseite wählen wir als erstes den Bereich “Decoder” und drücken dazu das Schraubenschlüsselsymbol im Bereich “Decoder”:

Den Decodernamen ändere ich in diesem Fall zu “SBB 10015”. Mit diesem Namen meldet sich der Decoder an einer mfx-fähigen Zentrale in Zukunft an.

Rechts im Bereich “weitere Decodereinstellungen” müssen wir nun noch die Funktionsweise von AUX3 und AUX4 auf “logik” stellen:

Im Tab “Motor” sind die Einstellungen
– Mindestgeschwindigkeit
– Anfahrverzögerung
– Bremsverzögerung
– Kennlinie und
– Motortyp
von Bedeutung:

Abschließend passt man noch die Funktionen an. Bei dieser Lok werden die beiden Geräusche über die AUX-Ausgänge AUX1 und AUX2 gesteuert.

Im Untermenü “Funktionstasten konfigurieren” wird das Funktions-Icon und die Funktionsweise der Funktion zugewiesen:

F1 wird die Bahnhofsansage, F2 der Lokpfiff, F3 Rangiergang und F4 abschaltung der ABV.

F1 wird Ausgang 1 (AUX1) zugeordnet:

F2 wird Ausgang 2 (AUX2) zugeordnet:

F3 wird dem Rangiergang zugeordnet:

Und nun brauchen wir noch eine Sonderfunktion! AUX4 muss IMMER eingeschaltet sein, sonst kann der SoftDriveSinus-Motor nicht funktionieren!

Daher wählen wir die Sonderfunktion “IMMER”:

Und weisen dieser Sonderfunktion den Ausgang 4 (AUX4) zu:

Nun müssen wir das Projekt nur noch als mdtp-Datei auf einen USB-Stick speichern:

Den USB-Stick mit der mdtp-Datei im Root-Verzeichnis steckt man einfach in die CS2. Dann startet man ein Update vom USB-Stick und die in der mdtp-Datei enthaltene fds-Datei wird importiert und kann nun auf einen mLD/3-Decoder gespielt werden.

Dies sind die neuen Standardeinstellungen nach einem Decoder-Reset!

Die Lok fährt nun wieder anstandslos, mit traumhaft niedriger Anfahrgeschwindigkeit!

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