Umbau V3201 auf Sound mit Dampf und Diesel Sound

Hallo,
ich war ursprünglich auf der Suche nach einem Soundprojekt für die Diesel-pneumatische V 32, genauer die Märklin V 3201, Artikelnummer 3720:

Die V3201 ist eine Lokomotive mit Diesel-pneumatischem Antrieb gewesen. Quasi eine Mischung aus Diesellok, Luftdruckspeicher und Dampflok-Mechanik, nur dass man die Druckluft in die Dampfzylinder geleitet hat und keinen Wasserdampf. Wie das geklungen haben mag, ist nur schwer vorstellbar, irgendwas aus Diesel, Kompressor und Dampflok wahrscheinlich.

Egal, also wurde die Lok erst mal umgebaut:

Hier die Gesamtansicht vom neuen Innenleben:

An die Stelle des alten Decoders habe ich eine Doehler&Haass MT21-Adapterplatine auf den alten Decoderhalter geklebt:

Der große Märklin-Lautsprecher vom alten mSD Sounddecoder hat genügend Platz, so dass ich ihn mit Montageklebeband auf den Rauchsatzhalter und an den Gehäuseschraubenzapfen geklebt habe.

Das Motorschild wurde mit einem Kugellager versehen:

Es ist noch genügend Platz für einen Pufferelko oder aber auch einen zweiten Lautsprecher.

Die Lämpchen sind schon in isolierten Fassungen, so dass man sie einfach an Decoder-Plus und die Lichtausgänge anschließen kann.

Als weiteren Umbauschritt habe ich einen 1.000µF-Elko mit Ladeschaltung als Puffer eingebaut. Mit einem kleinen Mikroschalter kann der Elko abgeschaltet werden, um den Decoder programmieren zu können. In der Lok ist reichlich Platz, man könnte durchaus noch mehr Elkos einbauen.

Nun kann man sich noch Gedanken über die Beleuchtung machen. LEDs wären von Vorteil, da die Glühbirnchen die Pufferwirkung des Elkos leider stark reduzieren. Oder man schaltet im D&H-Decoder die Stromsparfunktion ein, dann wird das Licht nicht gepuffert.

Demo-Video:
Ich habe für meine V3201 ein Soundprojekt für die preußische P8 als Basis genommen. Die Siedegeräusche habe ich rausgenommen, da die V3201 ja kein Wasserkocher ist. Als Dieselsound habe ich das Soundprojekt der DB V36 genommen, während ich im ersten Versuch einen Dieselsound der Renfe 319.3 verwendet hatte. Dabei habe ich lediglich den Fahrsound und die Übergänge zwischen den ersten vier verschiedenen Soundabläufen als Nebengeräusch in das P8 Soundprojekt integriert.

Die V36 hat einen relativ langsam drehenden 6-Zylinder Dieselmotor, der auf 600U/min dreht, der in der V3201 verbaute U-Boot Diesel drehte auf 400U/min.

Das klingt dann so:

Um etwas mehr Tiefton zu bekommen, habe ich mir eine Schallbox aus Polystyrol gebastelt. Ist optisch nicht so ganz hübsch geworden, aber der Ton kann sich hören lassen:

Wie sich in ersten Tests herausgestellt hat, ist die Schallbox für einen kleinen LS1511 zu groß und der Lautsprecher verzerrt. Deswegen habe ich einen zweiten LS1511 spendiert, die nun gemeinsam auf das große Volumen arbeiten.

Im Innern der Schallbox habe ich gummiartiges Montageklebeband als Dämmung verklebt, um Resonanzen der Schallbox zu minimieren. Außerdem ist Watte als Dämmmaterial in die Schallbox gestopft.

Und so hört sich das dann an:

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