Roco ET 420 (DC-Version) – Beleuchtungsumbau auf LED mit ESU Digital Waggonbeleuchtung 50708

Hier stelle ich den Umbau eines Roco ET 420 auf LED-Beleuchtung vor. Die Beleuchtung soll schaltbar sein. Bei dem Mittelwagen (Motorwagen) kommt ein warmweißer LED-Stripe zum Einsatz, da ja der Lokdecoder direkt verwendet werden kann. Der Umbau umfasst im Einzelnen:

  • LED-Stripe für Motor-Mittelwagen
  • ESU Digital Waggonbeleuchtung 50708 für die beiden Steuerwagen
  • LED-Spitzenlicht mit Dup-LEDs
  • oberes Spitzenlicht mit LED
  • Fahrtzielanzeige separat beleuchtet und einzeln schaltbar

Da im Mittelwagen der Fahrdecoder eingebaut ist und dieser noch freie AUX-Ports hat, kommt hier ein einfacher LED-Stripe als Innenbeleuchtung um Einsatz:

Mit den insgesamt 12 LEDs wird der Innenraum sehr gleichmäßig ausgeleuchtet:

Hier der Blick von unten. Die original verbauten Plexiglas-Lichtleiter entfallen vollständig, da die Lichtverteilung über die LED-Stripes hervorragend ist. Von seitlich unten betrachtet, sehen die LEDs der LED-Stripes wie Deckenlampen aus.

Endwagen – Zugzielanzeige

Als nächstes widmen wir uns den Endwagen, und dort der Zugzielanzeige. Diese habe ich mit zwei separaten LEDs beleuchtet, so dass die Zugzielanzeige getrennt geschaltet werden kann:

Irrtümlich war ich anfangs davon ausgegangen, dass der Lichtleiter, der zu den unteren Spitzenlichtern führt, das Licht von oben nach unten führt. Tatsächlich war der aber nur für das obere Spitzenlicht, um das Spitzenlicht von unten nach oben zu leiten. Hier auf dem Bild habe ich den Lichtleiter im oberen Bereich mit Schrumpfschlauch überzogen, damit das Licht vom Zugzielanzeiger nicht in den Lichtleiter reinleuchtet, letztlich entfällt dieser Lichtleitstab aber vollständig!:

Demo der ESU Beleuchtungsleiste:

Spitzenlicht

Für die beiden unteren Scheinwerfer habe ich DUO-LEDs vorgesehen, die jeweils direkt hinter den Scheinwerfer auf eine kleine Platine von 3,9mm x 2mm zu setzen sind. Im Bild habe ich Ihnen die Stellen markiert, wo die LED-Platinen reinmüssen:

So befinden sich die LEDs direkt hinter den beiden Scheinwerfern und man bekommt ein schön klares Licht mit einem Lampeneffekt eines richtigen Scheinwerfers und kein diffuses Leuchten. Die Kabelführung vom Unterboden auf das Dach, wo der Decoder der Beleuchtungsplatine untergebracht ist, ist unkompliziert.

Ich habe 10 fertig bedrahtete Duo-LEDs mit warm-weiß/rot bestellt, dann kann man sich eine Mini-Platine sparen und die LEDs direkt dort einkleben. Mit beidseitigem Montageklebeband habe ich sie an die oben gekennzeichnete Stelle geklebt:

Ein erster Lichttest ist zufriedenstellend:

Die Vorwiderstände für die LEDs habe ich auf ein kleines Stück Lochrasterplatine gelötet. Die Kupferlackdrähte sind mit Klebeband fixiert. Besonders am Kopf muss man aufpassen, dass sie die Schrauben nicht berühren, mit denen Unter- und Oberteil miteinander verschraubt werden.

Und noch ein Bild fertig mit Unterteil verschraubt, das obere Spitzenlicht ist noch nicht angeschlossen:

Roco ET 420 – Beleuchtungsumbau mit Esu Digital Waggon-Innenbeleuchtung 50708

Zweiter Endwagen

Hier ein paar weitere Bilder vom Umbau des zweiten Endwagens:

Die Zugzielanzeige wird von zwei SMD-LEDs beleuchtet, die ich auf eine 4×1 Lochrasterplatine gelötet habe. Dazwischen ist Platz für einen 5.6kOhm-Widerstand. Die Anschlussdrähte können durch die Platine nach hinten herausgeführt werden:

Mit Sekundenkleber wird die Platine direkt auf den Lichtleiter geklebt. Die Platine darf nicht breiter als der Lichtleiter sein, weil der Lichtleiter in einer Vertiefung im Dachbereich sitzt:

Der Abstand zwischen den beiden LEDs ist wichtig! Wenn man nur eine LED in der Mitte verwenden würde, würde das Licht nicht ausreichend nach vorne strahlen. Denn in der Mitte liegt der Schacht, in dem normalerweise der Lichtleiter für das Spitzenlicht von unten nach oben leuchtet:

Das kleine Stück Papier dient eigentlich nur dazu, dass beim Zusammenkleben Lichtleiter und Platine nicht auf der Tischplatte festkleben. Da das Papier aber der Verklebung etwas zusätzliche mechanische Stabilität liefert, habe ich das Papier dort kleben lassen:

Und fertige Einbaulage im Gehäuse:

Nun kommt eine weitere kleine Platine für das obere Spitzenlicht
Diese LED habe ich mit 470 Ohm abgesichert. Je nach gewünschter Helligkeit kann man hier auch 100 Ohm oder weniger wählen, da das Spitzenlicht an den 5V-Ausgang der Esu Digital Waggonbeleuchtung angeschlossen wird. Auf dem Foto ist zu erkennen, dass die LED, der Vorwiderstand und die Anschlussdrähte an der oberen Kante der kleinen Platine verlötet sind. Das ist wichtig, denn die untere Hälfte wird direkt an den grünen Träger des Lichtleiters geklebt.

Die LED ist so direkt hinter dem licht gekürzten Lichtleiter positioniert:

Die beiden DUO-LEDs für das untere Spitzenlicht und das Schlusslicht habe ich auf kleine, auf Maß geschnittene Papierwinkel geklebt. Das erleichtert das Einkleben und positionieren der DUO-LEDs ungemein:

Hier der Anblick von unten, links sieht man die weißen Papierwinkel, auf denen die DUO-LEDs kleben. Eine kleine Platine, die von unten auf die Waggon-Inneneinrichtung geklebt wird, dient als Übergabepunkt der Kupferlackdrähte und der Aufnahme von Vorwiderständen. Das hat drei Vorteile:

  1. kann die Länge der empfindlichen Kupferlackdrähte auf ein Minimum reduziert werden,
  2. können die Vorwiderstände auch später noch relativ einfach angepasst werden und
  3. die Verkabelung nach oben mit etwas dickerer, robuster Litze erfolgen.

Funktionstastenbelegung

Und so sieht die Funktionstastenbelegung aus:
F0 Spitzenlicht, fahrtichtungsabhängig
F1 Zugzielanzeige beidseitig
F2 Innenbeleuchtung in beiden Endwagen und im Mittelwagen
F3 – F6 Innenbeleuchtung der LED-Gruppen in den beiden Endwagen

Das könnte man aber auch noch ändern, so dass z.B. die LED-Gruppen in Endwagen 1 und 2 wie folgt geschaltet werden:
F3 LED-Gruppe 1 (Endwagen 1)
F4 LED-Gruppe 2 (Endwagen 1)
F5 LED-Gruppe 3 (Endwagen 1)
F6 LED-Gruppe 4 (Endwagen 1)
F7 LED-Gruppe 1 (Endwagen 2)
F8 LED-Gruppe 2 (Endwagen 2)
F9 LED-Gruppe 3 (Endwagen 2)
F10 LED-Gruppe 4 (Endwagen 2)

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